Museum Security Network

THOMAS JORDA über das Problem Kunstdiebstahl, und warum es nicht so groß ist.

Auf der Liste stehen ein Aquarell von Rudolf von Alt, eine Zeichnung von Pablo Picasso, Ölbilder von Coecke van Aelst, Alfons Walde, Hans Makart, Hubert Prachensky & Arik Brauer. Sonst finden sich kaum Werke, die uns unruhig schlafen lassen, so bitter es für die Betroffenen auch ist, sie in bösen Händen zu wissen (falls sie nicht sicherheitshalber schon zerschnipselt wurden).

Kunstdiebstahl ist zum Glück kein besonders brennendes Thema, auch wenn die Zahl der Kunstdiebstähle in Niederösterreich in den vergangenen Jahren kontinuierlich angestiegen ist, von 16 im Jahr 2008 über 24 anno 2009 und 30 im verwichenen Jahr. Blickt man aber auf die Fahndungsliste des Innenministeriums (zu finden unter www.bmi.gv.at/cms/BK/fahndung/kunst_wertsache/bilder/ start. aspx), so stellt man fest: Wirklich wichtige Kunstwerke sind bei uns kaum abhanden  gekommen. Kein Vergleich jedenfalls mit der Aufregung 2003 über den Diebstahl der fünfzig Millionen teueren Saliera.

Das hat zwei Gründe. Das ist einmal den Präventionsmaßnahmen der Niederösterreichischen Sicherheitsdirektion anzurechnen, die vor allem nach den vielen Kirchendiebstählen 2003/2004 die entsprechenden Konsequenzen gezogen und veranlasst hat; und da ist der Umstand, dass allfällige Diebsbanden aus dem Osten jedenfalls eines kaum stehlen: Kunst. Was auch damit zusammenhängt, dass heimische Sammler sich zum Glück immer öfter verbieten, nach Schnäppchen jenseits der Grenze zu suchen …


weiter lesen:

NÖN – Niederösterreichische Nachrichten – Kein Schnäppchen.


Leave a Reply

%d bloggers like this: