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NEFERTITI – Kunst des Raubens und Bewahrens

Wieder einmal fordert Ägypten vehement die Rückgabe der Büste der Nofretete, die im Neuen Museum in Berlin ausgestellt ist. Das Ansinnen wurde prompt abgeschmettert. Schließlich sei ja kein Kunstraub begangen worden. Dabei gibt es Grauzonen, doch manche Räubereien sind eindeutig dreist.

Zum Beispiel: Napoleon Bonaparte wollte Paris zu dem gestalten, was einst das antike Rom war: Eine Ansammlung der prächtigsten Bauten und Kunstwerke. Der Reformer, gewalttobende Feldherr und spätere Kaiser bediente sich deshalb sehr ungeniert bei seinen Feldzügen zu den erschrockenen Nachbarn, aber beispielsweise ebenso in Ägypten oder Malta. Bibliotheken wurden geplündert, Galerien ausgeräumt, auch in Wien,

Über die französischen Beschlagnahmungs-Kampagnen von 1794 schrieb der Kunsthistoriker Ernst Steinmann: „Es ist nicht auszudrücken, wie Unwissenheit und Barbarei in Belgien gegen die Meisterwerke der Malerei gewütet haben … Als bestimmt wurde, die Meisterwerke Belgiens nach Paris zu schaffen, wurde Befehl gegeben, die Bilder abzunehmen und einzupacken. Was taten die Barbaren, die diesen Auftrag auszuführen hatten? Sie lehnten eine Leiter an das Bild und schnitten es mit ihren Säbeln und Messern in Streifen … Mehrere Gemälde von Rubens sind so behandelt worden.“

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