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Münzen-Diebe auf Burg Ranis: 23 Silberstücke aus 17. Jahrhundert gestohlen

Die Polizeibeamten bitten um Hinweise aus der Bevölkerung zum Verbleib des Diebesgutes.
Münzen-Diebe haben sich auf Burg Ranis auf dreiste Art und Weise aus dem Museums-Fundus bedient. “Ende Oktober entwendeten bislang unbekannte Täter 23 Silbermünzen”, teilte die Saalfelder Polizeisprecherin Heidi Kröller, mit. Den Wert des Beute-Gutes bezifferte die Polizeikommissarin auf 1555 Euro.
Ranis. “Vom materiellen Wert her ist der Schaden nicht so hoch”, sagte Heidi Kröller. “Für ein Museum ist es aber gravierend, wenn derartige Stücke gestohlen werden.” Die 23 Groschen waren im Jahr 1954 entdeckt und in dem vor allem mit Exponaten aus der Region bestückten Museum von Burg Ranis zur Verfügung gestellt worden. Dort wurde nach Angaben von Heidi Kröller ein Teil des Fundes in die Ausstellung integriert.
Aufgrund der Prägedaten ist ersichtlich, dass die Silber-Münzen im 17. Jahrhundert, offenbar im Verlauf des 30-jährigen Krieges, zusammengetragen und am Fundort Posen im Saale-Orla-Kreis versteckt worden waren. Anhand der Prägung haben Experten festgestellt, dass zehn Groschen aus Kursachsen, sechs aus Erfurt, zwei aus Sachsen, zwei aus Sachsen-Weimar, einer aus Sachsen-Altenburg, einer aus Böhmen und einer aus dem Bistum Hildesheim stammen. Die Silber-Münzen waren in der Zeit zwischen 1622 und 1642 hergestellt worden.
“Nach den derzeitigen Erkenntnissen wurden die Münzen am 23. Oktober entwendet”, sagte Polizeikommissarin Kröller. “Mit großer Wahrscheinlichkeit wurden die Geldstücke während der Öffnungszeiten gestohlen.” Museumsmitarbeiter hatten den Diebstahl am 24. Oktober gegen 10 Uhr bemerkt. Gegenwärtig ist ein Mitarbeiter der Kriminalpolizei mit dem Diebstahl befasst. Die Beamten der Polizeidirektion Saalfeld hoffen jetzt auf Hinweise aus der Bevölkerung.
Wer Angaben über den Verbleib der Silber-Münzen machen kann oder wem sie angeboten worden sind, kann sich mit den Mitarbeitern der Kriminalpolizeiinspektion Saalfeld unter Tel.: 03672/ 4 17 14 25 in Verbindung setzen. Die Geldstücke könnten Numismatikern, Antiquitätenhändlern, Altmetallhändlern oder auf Trödelmärkten angeboten worden sein.
Ulf Rathgeber / 23.11.10 / OTZ

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