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Archive und Bibliotheken in Deutschland schlagen Alarm und fordern eine «nationale Anstrengung» zur dauerhaften Sicherung ihrer Bestände

Archive und Bibliotheken in Deutschland schlagen Alarm und fordern eine «nationale Anstrengung» zur dauerhaften Sicherung ihrer Bestände

Archive schlagen Alarm
erstellt 28.04.09, 15:32h

Berlin/dpa. Die großen Archive und Bibliotheken in Deutschland schlagen Alarm und fordern eine «nationale Anstrengung» zur dauerhaften Sicherung ihrer Bestände.

Das Elbehochwasser 2002, der Brand in der Anna Amalia Bibliothek Weimar 2004 und zuletzt der Einsturz des Kölner Stadtarchivs hätten die Öffentlichkeit aufgerüttelt und gleichzeitig deutlich gemacht, dass das schriftliche Kulturgut in Deutschland «nicht dauerhaft gesichert» sei. Die Direktoren von Staats- und Landesbibliotheken sowie Archiven übergaben am Dienstag in Berlin Bundespräsident Horst Köhler eine Denkschrift «Zukunft bewahren» zur Rettung des Kulturgutes auf lange Sicht.

Deutschland steht nach Ansicht der Experten in diesem Bereich vor drei großen Herausforderungen: die digitale Vernetzung, die langfristige Datensicherung und der Erhalt der Originale. Der Zerfall «sauren» Papiers bedrohe das gesamte Archivgut aus der Zeit zwischen etwa 1850 und 1990 und treffe die Archive existenziell. Der Bund sollte jetzt die Federführung bei einer nationalen Konzeption zur Rettung und Sicherung des Kulturgutes übernehmen, zudem müssten Bund und Länder eine zentrale Koordinierungsstelle einrichten, fordern die Archiv- und Bibliotheksdirektoren. Die Bibliotheken und Archive haben sich zu einer «Allianz schriftliches Kulturgut erhalten» zusammengeschlossen.

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